Laufgitter Test 2020 - Die Besten im Vergleich

Laufgitter – Segen oder Fluch

Viele Eltern legen sich gerne fĂŒr ihren Nachwuchs ein Laufgitter zu. Man kennt dies womöglich noch von frĂŒher aus der eigenen Kindheit, damals wurden die Gestelle „Laufstall” genannt. Klassisch sind die Laufgitter aus Holz gefertigt und viereckig. Sie erinnern im Groben an ein Kinderbett mit GitterstĂ€ben, die auch hier lĂ€ngs angebracht sind. Anders als zu frĂŒheren Zeiten gibt es die Laufgitter heute auch aus anderen Materialien sowie in vielen verschiedenen Formen und GrĂ¶ĂŸen. Auch gibt es sie in unterschiedlichen Preislagen, allerdings sollten Sicherheit und QualitĂ€t wie bei allen anderen Kindermöbeln beziehungsweise Utensilien an oberster Stelle stehen.

FĂŒr was werden Laufgitter genutzt?

In erster Linie werden Laufgitter als Tagesbett oder zum Schutz fĂŒr das Kind genutzt. So kann das Kind beispielsweise wĂ€hrend die Mutter kocht in dem Laufgitter spielen, ohne das man Angst haben muss, dass etwas passiert. Verstellbare Böden bieten hier auch den Schutz vorm Herausfallen. Sobald das Kind sich hinstellen kann muss der Boden unbedingt weiter unten angebracht werden damit es nicht ĂŒber das GestĂ€nge klettern und herausfallen kann.

Wird das Gitter als Tagesbett genutzt, sollte darauf geachtet werden, dass der Boden nicht zu hart ist. Zwar werden die Laufgitter mit Einlagen geliefert, die leicht gepolstert und abwaschbar sind, diese aber zum Schlafen eher unbequem und daher ungeeignet sind. Hier besteht dann aber die Möglichkeit, noch eine dĂŒnne Matratze zum Schlafen hinein zu legen. Bei Standardmaßen der Laufgitter ist der Kauf einer passenden Matratze meist kein Problem.

Formen und Arten

Neben der klassischen viereckigen Form mit Bodeneinlage, gibt es beispielsweise auch Laufgitter die nach Bedarf umbaubar sind. Einzelelemente ermöglichen hier den Laufstall in der Form zu verĂ€ndern, grĂ¶ĂŸer gestalten und zum Beispiel zum FĂŒnfeck oder zum Achteck umzubauen.

Laufgitter ohne Bodeneinlage lassen sich in der Form noch weiter verĂ€ndern. Dieses jedoch relativ großen Laufgitter können oft nach Ende der Nutzzeit zu einem Absperrgitter umgebaut werden. So kann man beispielsweise Treppen oder einen im Haus vorhandenen Kamin damit sichern.

Innen- und Außenbereich

Die meisten Laufgitter werden fĂŒr die Nutzung in der Wohnung gekauft. Hier ist es auch vorteilhaft wenn Rollen vorhanden sind. So lĂ€sst sich der Laufstall leicht an verschiedenen Orten einsetzen oder auch einfach „mitnehmen” – von Wohnzimmer zur KĂŒche beispielsweise. Klappbare Laufgitter haben den Vorteil, dass man sie einfach ĂŒberall mit hinnehmen kann. Diese LaufstĂ€lle sind dann nicht mit HolzstĂ€ben ausgestattet, sondern haben ein Netz an den Seiten angebracht. Eine Tragetasche die meistens auch mitgeliefert wird, erleichtert den Transport.

Wenn das Laufgitter im Außenbereich genutzt werden soll, muss auf die Herstellerangaben geachtet werden. Holzmodelle können meistens nur im Innenbereich oder im Außenbereich unter trockenen Bedingungen aufgestellt werden. Diese mĂŒssen dann nach Benutzung wieder mit nach drinnen genommen werden.

Sicherheit

Auch bei Laufgittern gibt es EU-Richtlinien. Da viele Babys und Kleinkinder vor allem beim Zahnen gerne an allem Nuckeln was erreichbar ist, muss der Lack an einem Holzgitter unbedingt speichelfest sein. Eventuelle TĂŒren mĂŒssen so konstruiert sein, dass sie sich vom Kind nicht einfach öffnen lassen und dass die Kleinen sich nicht die Finger daran quetschen. Im Ganzen muss das Laufgitter so stabil sein und stabil stehen, dass es nicht umkippen kann. Vor allem wenn das Kind schon krabbelt oder gar lĂ€uft muss auf die StabilitĂ€t geachtet werden.

Verschiedene Marken und Hersteller

Auch bei Laufgittern gibt es verschiedene Marken und Hersteller. Zu nennen sind beispielsweise die Topseller Laufgitter der Marke Roba. Dieser Hersteller bietet auch verschiedene Varianten und GrĂ¶ĂŸen an. Weiterhin gibt es Geuther, Schardt und Baby Dan, welche in Tests bezĂŒglich Sicherheit, Komfort und Preis-Leistung unter den Top 5 zu finden sind.

Vor- und Nachteil vom Laufgitter

VorzĂŒge eines Laufgitters gibt es einige. So kann das Kind schnell hineingesetzt werden wenn es beispielsweise an der TĂŒre klingelt oder in der KĂŒche etwas ĂŒberzukochen droht. Das Kind sitzt sicher und es kann nichts passieren. Auch können die Eltern so in aller Ruhe kochen oder bĂŒgeln und haben das Kind trotzdem in Sichtweite und auch in Sicherheit.

Wenn das Kind anfÀngt sich hoch zu ziehen oder zu laufen, kann es sich an den GitterstÀben hochhangeln und einige Schritte laufen. FÀllt es hin, wird es von der Unterlage aufgefangen.

Auch kleine Kinder möchten eventuell schon eine gewisse Zeit alleine mit ihren Sachen sein. So können sie sich in einem Laufgitter mit ihrem Lieblingsspielzeug eine zeitlang alleine beschĂ€ftigen. Da auch viele Kinder ĂŒber dem Spielen einschlafen, wird da Laufgitter somit auch fĂŒr ein SchlĂ€fchen oder zum Mittagsschlaf genutzt.

Das Laufgitter darf auf keinen Fall als Strafe eingesetzt werden. Einige Kinder werden sich eventuell in dem LaufstĂ€llchen eingesperrt und somit nicht wohl fĂŒhlen. Dann ist die Anschaffung, die je nach Modell recht kostspielig sein kann, nicht von Vorteil und unnötig.

Meinungen

Expertenmeinungen gibt es nicht. In Bezug auf Laufgitter gibt es kein „Falsch” oder „Richtig”. Ob eins angeschafft werden soll ist eine individuelle Entscheidung.

Auf jeden Fall soll beim Kauf auf das GS-Zeichen – die geprĂŒfte Sicherheit – geachtet werden. Auch die Ökotestsstandarts sollten erfĂŒllt sein – wie der genannte speichelfeste Lack an Modellen aus Holz beispielsweise.

Zu klein darf das Laufgitter ebenfalls nicht sein. Kinder sollen sich nicht eingesperrt fĂŒhlen. NatĂŒrlich muss hier die GrĂ¶ĂŸe an die Gegebenheiten (GrĂ¶ĂŸe der Wohnung und dergleichen) angepasst sein. Wenn man ein Modell mit Rollen wĂ€hlt, mĂŒssen mindestens zwei davon feststellbar sein und so angebracht, dass die Kinder sie nicht eigenstĂ€ndig lösen können. Auch wichtig sind die AbstĂ€nde der GitterstĂ€be. Ebenso wie bei einem Gitterbett mĂŒssen sie so sein, dass das Kind seinen Kopf nicht hindurchsteckend kann.

Die Entscheidung ob ein Laufgitter angeschafft werden soll oder nicht, mĂŒssen die Eltern jeweils fĂŒr sich selbst entscheiden. FĂŒr die einen ist es ein Fluch, da die Kinder sich nicht wohl fĂŒhlen – fĂŒr die anderen ein Segen, da die Kinder fĂŒr einige Zeit sicher spielen oder auch schlafen können.

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